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KRISENMANAGEMENT UND KRISENINTERVENTION

Krisenmanagement Prozesse und Kriseninterventionsprogramme sind in vielen Organisationen etabliert. In einer Welt in der sich Werte und Orientierung zunehmend verschieben, wächst die Gefahr, dass Ereignisse die individuelle Bewältigungskompetenz überschreiten und Unterstützung notwendig wird. Hierbei spielt es keine Rolle ob das Ereignis in Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz oder im privaten Bereich eingetreten ist.

Auch verbale oder tätliche Angriffe gegen Rettungskräfte, Polizeibedienstete, Ärzte und Pflegekräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen können schnell dazu führen, dass individuelle Bewältigungskompetenzen nicht mehr ausreichen um das Erlebte zu verarbeiten.

Es ist sinnvoll in diesen Berufsgruppen Kriseninterventionsprogramme aufzubauen um Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen frühzeitig zu unterstützen solche Erlebnisse zu verarbeiten.

Kriseninterventionen die sich auf das Peer Modell stützen, bieten eine pragmatische und schnelle Hilfe an, um die Betroffenen dahingehend zu unterstützen, dass individuelle Bewältigungskompetenzen wieder nutzbar gemacht werden können.

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FÜHREN IN UND DURCH KRISEN

Führungskräfte, Leiter von Organisationen und Entscheidungsträger in Kommunen tragen eine zentrale Verantwortung bei der Bewältigung von Krisen. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob es sich um ein kritisches Ereignis im betrieblichen, beruflichen oder sozialen Umfeld handelt oder um Großschadenslagen wie Naturkatastrophen, schwere Unfälle oder Gewalttaten.

Entscheidend ist die Fähigkeit, sich schnell einen fundierten Überblick über die Lage zu verschaffen, Prioritäten zu setzen und die erforderlichen Ressourcen wirksam zu koordinieren. Eine klare, vertrauensvolle und zielgerichtete Kommunikation ist dabei eine der wichtigsten Führungsaufgaben und zugleich ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Krisenbewältigung.

Wirksame Kommunikationsstrategien umfassen dabei die transparente Vermittlung gesicherter Informationen, regelmäßige Lage-Updates für Mitarbeitende und Betroffene, eine klare Rollen- und Aufgabenkommunikation innerhalb von Einsatz- und Krisenteams sowie einen offenen Umgang mit Unsicherheiten. Ebenso wichtig ist ein aktives Zuhören, um Sorgen, Bedürfnisse und Rückmeldungen frühzeitig aufzunehmen und in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, Mitarbeitende nach einem kritischen Ereignis zeitnah und einheitlich zu informieren, bei Großschadenslagen durch regelmäßige Presse- und Bürgerinformationen Vertrauen zu schaffen oder in Organisationskrisen durch sichtbare Führung Orientierung und Handlungsfähigkeit zu vermitteln.

Gerade in Ausnahmesituationen zeigt sich, wie entscheidend Führungskompetenz, Resilienz und die Fähigkeit sind, Menschen Orientierung, Sicherheit und Vertrauen zu geben. Erfolgreiche Krisenbewältigung beginnt daher nicht erst mit operativen Maßnahmen, sondern mit einer professionellen, empathischen und glaubwürdigen Kommunikation.

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