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AVIANS ISLAND

“Jörg was instrumental in establishing a CISM program in our workplace. The program has proven to be highly beneficial and has provided valuable support to those in need of such interventions.”

Jón Ágúst Guðmundsson Deputy Department Manager

HUMAN FACTORS / ERGONOMY

Human Factors nehmen in sozio-technischen Systemen eine zentrale Rolle ein. Im Gegensatz zu traditionellen sicherheitsorientierten Ansätzen, die den Menschen primär als potenzielle Fehlerquelle betrachten, wird der Operateur im Rahmen moderner systemischer Sicherheitskonzepte als wesentlicher Faktor für den betrieblichen Erfolg verstanden. Durch seine Fähigkeit zur Anpassung, Problemlösung und situativen Entscheidungsfindung trägt der Mensch maßgeblich zur Aufrechterhaltung eines sicheren und effizienten Betriebs bei.

Die Grundlage hierfür bildet ein Arbeitsumfeld, das die Prinzipien des Human Factors Engineering konsequent berücksichtigt. Zu den wesentlichen Betrachtungsfeldern zählen insbesondere die Human Performance, die mentale Flexibilität, die Ergonomie sowie die menschzentrierte Systemgestaltung. Ziel ist es, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die menschliche Fähigkeiten unterstützen, Belastungen reduzieren und die Interaktion zwischen Mensch, Technik und Organisation optimieren.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Human-Factors-Konzepten wird durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie die Zusammenarbeit mit führenden Experten aus den Bereichen Sicherheitswissenschaften, Ergonomie, Kognitionspsychologie und Resilience Engineering vorangetrieben. Moderne Ansätze verfolgen dabei eine ganzheitliche Perspektive, in der menschliche, betriebliche und technische Anforderungen nicht isoliert betrachtet, sondern als miteinander interagierende Elemente eines Gesamtsystems verstanden werden.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Analyse der tatsächlichen Arbeitsausführung (Work-as-Done) gegenüber der rein formalen Betrachtung von Prozessen zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglicht ein tieferes Verständnis der Anpassungsleistungen von Mitarbeitenden und liefert wertvolle Erkenntnisse für die Gestaltung resilienter und sicherer sozio-technischer Systeme.

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HUMAN FACTORS / ERGONOMY

1 / Human Performance Management

Human Performance beschreibt die Leistungsfähigkeit des Menschen innerhalb eines sozio-technischen Systems und umfasst weit mehr als die fehlerfreie Ausführung von Tätigkeiten. Sie entsteht durch das Zusammenwirken kognitiver, physischer, psychologischer, organisatorischer und technischer Faktoren. Im modernen Human-Factors- und Resilience-Engineering-Verständnis wird der Mensch nicht primär als Fehlerquelle betrachtet, sondern als zentrale Ressource, die durch ihre Anpassungsfähigkeit, Kreativität und ihr Erfahrungswissen maßgeblich zum sicheren und erfolgreichen Betrieb komplexer Systeme beiträgt.

Es können folgende Indikatoren betrachtet werden. Individuelle Ebene Kompetenzniveau Arbeitsbelastung Aufmerksamkeit Fehlerrate Teamebene Kommunikationsqualität Koordination Entscheidungsqualität Organisationsebene Sicherheitskultur Lernfähigkeit Ressourcenverfügbarkeit Anpassungsfähigkeit Das Seminar beinhaltet die Auseinandersetzung der im Betrieb etablierten Angebote, Methoden und Ansätze zur Steigerung der Human Performance. Es wird ein Schema zur Verfügung gestellt, dass die Messung des Managements der Human Performance vornimmt und Handlungspotentiale identifiziert. Idealerweise findet eine enge Vernetzung mit den Betriebsinternen Bereichen und Personengruppen statt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an joerg.leonhardtoutlook.com

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“Jörg was instrumental in establishing a CISM program in our workplace. The program has proven to be highly beneficial and has provided valuable support to those in need of such interventions.”

Jón Ágúst Guðmundsson Deputy Department Manager

HUMAN FACTORS / ERGONOMY

2 / Mentale Gesundheit / mentale Flexibilität

Mentale Gesundheit und mentale Flexibilität

Die Bedeutung der mentalen Gesundheit hat in den vergangenen Jahren sowohl in der Gesellschaft als auch in Organisationen erheblich zugenommen. Ursachen hierfür sind unter anderem die steigende Informationsdichte, die zunehmende Dynamik technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen, ein wachsender Veränderungsdruck sowie die fortlaufende Verschiebung von Werten, Rollenbildern und traditionellen Sicherheiten. Für Individuen bedeutet dies, mit einer erhöhten Komplexität, Unsicherheit und Mehrdeutigkeit umgehen zu müssen.

Mentale Gesundheit umfasst dabei nicht lediglich die Abwesenheit psychischer Erkrankungen, sondern beschreibt einen Zustand des Wohlbefindens, in dem Menschen ihre Fähigkeiten entfalten, alltägliche Belastungen bewältigen, produktiv arbeiten und aktiv am sozialen Leben teilnehmen können. ​ Insbesondere in komplexen sozio-technischen Systemen stellt sie eine wesentliche Voraussetzung für Leistungsfähigkeit, Entscheidungsqualität und Sicherheit dar. Ergänzend zur Betrachtung der mentalen Gesundheit hat sich zunehmend das Konzept der mentalen Flexibilität etabliert. Mentale Flexibilität beschreibt die Fähigkeit, das eigene Denken, Fühlen und Handeln an veränderte Bedingungen anzupassen, neue Perspektiven einzunehmen und auch in unsicheren Situationen handlungsfähig zu bleiben. Sie ermöglicht es Individuen, auf Veränderungen konstruktiv zu reagieren, ohne die eigene Selbststeuerung und Orientierung zu verlieren. Aus Sicht der Resilienzforschung gilt mentale Flexibilität daher als eine wichtige Grundlage für Anpassungsfähigkeit und nachhaltige Leistungsfähigkeit. Für Organisationen ergibt sich daraus die Aufgabe, Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote zu schaffen, die sowohl die mentale Gesundheit als auch die mentale Flexibilität der Mitarbeitenden fördern. Dazu zählen beispielsweise gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen, Führungskonzepte, Coaching- und Trainingsangebote, psychologische Unterstützungsmaßnahmen sowie Programme zur Stärkung individueller Resilienz. Der Nutzen solcher Maßnahmen erstreckt sich dabei sowohl auf das Individuum als auch auf die Organisation. Während Mitarbeitende von einer höheren Lebensqualität, Belastbarkeit und Arbeitszufriedenheit profitieren, stärken Organisationen gleichzeitig ihre Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit. Zunehmend fließen dabei auch Erkenntnisse aus anderen Leistungsdomänen in die betriebliche Gesundheitsförderung ein. Insbesondere Ansätze aus dem Spitzensport, der Leistungspsychologie und der Neuroathletik bieten wertvolle Impulse für die Entwicklung mentaler Stärke, Selbstregulation und Konzentrationsfähigkeit. Diese Konzepte ergänzen etablierte Verfahren aus der Arbeitspsychologie, dem Human Factors Engineering und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und tragen zu einem ganzheitlichen Verständnis menschlicher Leistungsfähigkeit unter dynamischen Bedingungen bei.

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HUMAN FACTORS / ERGONOMY

3 / Vom Human Error zum menschlichen Erfolgsbeitrag

Es hat in sozio-technischen Systemen und komplexen Arbeitsabläufen eine lange Tradition, bei Vorfällen nach dem menschlichen Fehler zu suchen. Begriffe wie Human Error oder sogar menschliches Versagen werden häufig als Erklärung herangezogen. Mit der Identifikation eines vermeintlichen Fehlers scheint die Ursache gefunden und der Vorfall erklärt.

Daraus hat sich im Laufe der Zeit ein umfangreicher Katalog von Maßnahmen entwickelt, die darauf abzielen, menschliche Fehler zu vermeiden. Viele dieser Ansätze sind sinnvoll und waren im Kontext der jeweiligen technischen Entwicklung und des damaligen Sicherheitsverständnisses nachvollziehbar. ​ Inzwischen hat sich jedoch zunehmend eine andere Sichtweise etabliert: Der Mensch wird nicht mehr primär als Risiko betrachtet, sondern als wesentlicher Garant für Sicherheit, Effizienz und Erfolg. Gerade in komplexen und dynamischen Arbeitssystemen gleichen Menschen Unzulänglichkeiten aus, reagieren flexibel auf unerwartete Situationen und tragen täglich dazu bei, dass Prozesse erfolgreich funktionieren. ​ Methoden, die diesen positiven menschlichen Beitrag systematisch erfassen und bewerten, sind bislang jedoch nur wenige verfügbar. Eine internationale Arbeitsgruppe hat daher über mehrere Jahre eine Methode entwickelt, die die Erfolgsfaktoren menschlichen Handelns in den Mittelpunkt stellt. Sie ermöglicht es, erfolgskritische Faktoren zu identifizieren, zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln. ​ Die Grundlagen dieser Methode sowie ihre praktische Anwendung können im Rahmen einer Inhouse-Schulung vermittelt werden. Darüber hinaus können Organisationen bei der Umsetzung und Auswertung der Ergebnisse fachkundig begleitet werden.

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HUMAN FACTORS / ERGONOMIE
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