ANGEBOTSSTRUKTUR
Krisenmanagement

BASF
„Jörg Leonhardt ist ein seit vielen Jahren unser kompetenter Trainer für Krisenintervention nach CISM, der seine umfangreiche Praxiserfahrung anschaulich und praxisnah vermittelt. Seine Expertise hat wesentlich zur erfolgreichen Neuausrichtung unserer KIT-Teams beigetragen und damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung unserer Mitarbeitenden in Krisensituationen geleistet. Durch seine professionelle Begleitung leistet er einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit unserer BASF-Mitarbeitenden. Ich schätze seine strukturierte und gleichzeitig einfühlsame Arbeitsweise sehr und freue mich auf viele weitere Jahre der Zusammenarbeit.“
Shantala Bauer Head of Competence Center Mental Health Head of BASF Stiftung
MODUL MANAGEMENT TRAINING
Peers sind Kolleginnen und Kollegen aus dem gleichen beruflichen Umfeld. Die Peers durchlaufen ein mehrstufiges Ausbildungsprogramm um Kolleginnen, Kollegen und Führungskräfte nach kritischen Ereignissen wirkungsvoll und anhaltend unterstützen zu können.
Das Peer Modell bieten viel Vorteile. Die Peers kennen das Arbeitsumfeld und die Besonderheiten des jeweiligen Berufs, sie können Reaktionen besser einschätzen und zuordnen und Peers sind schnell verfügbar.
Die Unterstützung durch Peers ist pragmatisch und lösungsorientiert.
Für die Betroffenen sind die Vorteile ebenfalls groß. Im direkten beruflichen Umfeld, nach einem kritischen Ereignis steht ein Ansprechpartner/in zur Verfügung. Hilfe wird sofort angeboten und benötigt keine Formalitäten oder Kostenzusagen.
Dadurch, dass es sich um Kolleginnen und Kollegen aus dem unmittelbaren Umfeld handelt, wird das Empfinden „krank“ zu sein direkt gemindert.
GRUNDPRINZIPIEN
Das wichtigste Grundprinzip der Peergestützten Krisenintervention lautet:
„Normale Reaktionen, eines normalen Menschen auf ein unnormales Ereignis“
Ziel ist es den Betroffenen wieder auf die Beine zu helfen, kleine machbare Lösungsschritte zu etablieren und über die Kommunikation und Struktur der Maßnahme das Erlebte und die damit verbunden emotionalen Reaktionen einordnen und verarbeiten zu können.
PEER AUSBILDUNG
Die Peerausbildung umfasst mehrere aufeinander aufbauende Module. Neben der Grundausbildung gehören regelmäßige Refresher Kurse und Supervisionen zur Ausbildung dazu.
Die Kursinhalte werden in den Modulen beschrieben.
MODULE - MANAGEMENT TRAINING

R6
BASF
„Durch die fundierte und weitreichende Ausbildung von Herrn Leonhardt, haben die Mitglieder unseres Kriseninterventionsteams der BASF Coatings die Kompetenz erlangt, um kleine als auch große Ereignisse sicher und kompetent managen zu können. Der Einsatz der Peers am Standort hat sich bereits mehrfach bewährt. Beim Responsible Care Preises 2024 des VCI NRW konnte wir mit unserem Kriseninterventionsteam den 2. Platz belegen.“
Cornelia Heiser, Teamleiterin Sozial- und Lebensberatung der BASF Stiftung

Modul Management Training
1 / Management Training: Grundlagen der Bewältigung kritischer Ereignisse
Krisen stellen Führungskräfte und Organisationen vor besondere Herausforderungen.
n solchen Situationen sind schnelle Orientierung, entschlossenes Handeln und eine wirksame Kommunikation entscheidend, um negative Auswirkungen zu begrenzen und handlungsfähig zu bleiben.
In diesem Seminar werden die grundlegenden Kompetenzen zur Bewältigung kritischer Ereignisse vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in neurophysiologische Reaktionen von Menschen unter Stress und lernen, deren Auswirkungen auf Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und Kommunikation zu verstehen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Identifikation und Nutzung vorhandener personeller, organisatorischer und materieller Ressourcen. Darüber hinaus werden Methoden zur strukturierten Lagebeurteilung sowie zur Planung und Durchführung von Management-Briefings vorgestellt.
Seminarinhalte:
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Grundlagen des Krisen- und Ereignismanagements
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Neurophysiologische Prozesse und Entscheidungsverhalten unter Stress
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Lageerfassung und Prioritätensetzung in Krisensituationen
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Ressourcenmanagement und Koordination von Unterstützungsmaßnahmen
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Planung und Durchführung von Management-Briefings
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Kommunikationsstrategien für Führungskräfte in Krisen
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Umgang mit Unsicherheit, Informationsdefiziten und Zeitdruck
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Führung und Entscheidungsfindung in dynamischen Lagen
Ziel des Seminars ist es, Führungskräfte und Entscheidungsträger auf kritische Ereignisse vorzubereiten und ihre Fähigkeit zu stärken, auch unter hoher Belastung souverän, strukturiert und wirksam zu handeln

Modul Management Training
2 / Management Training: Kommunikation in Krisen
In Krisensituationen entscheidet Kommunikation maßgeblich darüber, wie Menschen ein Ereignis wahrnehmen, bewerten und bewältigen. Führungskräfte stehen dabei häufig vor der Herausforderung, Orientierung zu geben, obwohl Informationen unvollständig sind und die weitere Entwicklung oft ungewiss bleibt.
Dieses Seminar vermittelt die Grundlagen wirksamer Krisenkommunikation während und nach kritischen Ereignissen. Die Teilnehmenden lernen, typische Kommunikationsfallen zu erkennen und zu vermeiden sowie auch unter hoher Belastung klar, glaubwürdig und handlungsorientiert zu kommunizieren.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage: „Was sage ich, wenn ich nicht weiß, was ich sagen soll?“ Gerade in den ersten Stunden nach einem kritischen Ereignis erwarten Mitarbeitende, Betroffene und die Öffentlichkeit Orientierung. Dabei ist es wichtiger, ehrlich mit Unsicherheiten umzugehen und Präsenz zu zeigen, als vorschnelle Antworten oder vermeintliche Gewissheiten zu vermitteln.
Darüber hinaus wird kritisch beleuchtet, warum gut gemeinte Botschaften wie vorschneller Trost, Beschwichtigungen oder unbegründete Hoffnung kontraproduktiv wirken können und wie stattdessen Vertrauen, Zuversicht und psychologische Sicherheit geschaffen werden.
Seminarinhalte
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Grundlagen der Krisenkommunikation
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Kommunikation während und nach kritischen Ereignissen
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Neuropsychologische Auswirkungen von Krisen auf Wahrnehmung und Informationsverarbeitung
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Typische Kommunikationsfallen und deren Vermeidung
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„Was sage ich, wenn ich nicht weiß, was ich sagen soll?“
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Umgang mit Unsicherheit, Emotionen und Gerüchten
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Hoffnung und Trost als potenzielle Kommunikationsfallen
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Glaubwürdigkeit, Transparenz und Vertrauen in Krisensituationen
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Kommunikation mit Mitarbeitenden, Betroffenen, Angehörigen und Medien
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Analyse und Diskussion realer Fallbeispiele
Ziel des Seminars
Die Teilnehmenden entwickeln die Fähigkeit, auch unter hoher Belastung professionell, empathisch und glaubwürdig zu kommunizieren. Sie lernen, Menschen in schwierigen Situationen Orientierung zu geben, Vertrauen zu erhalten und durch wirksame Kommunikation einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Krisenbewältigung zu leisten.

Modul Management Training
3 / Management Training: Aufbau eines Kriseninterventionsprogramms
Kritische Ereignisse können die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Mitarbeitenden nachhaltig beeinträchtigen. Ein professionell aufgebautes Kriseninterventionsprogramm unterstützt Betroffene frühzeitig, stärkt die Resilienz der Organisation und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer gelebten Sicherheits- und Fürsorgekultur.
Dieses Modul richtet sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche, Sicherheitsmanager sowie Mitarbeitende, die in Unternehmen, Behörden oder Institutionen ein Kriseninterventionsprogramm aufbauen, weiterentwickeln oder verantworten möchten.
Die Teilnehmenden erwerben fundierte Kenntnisse über die Grundlagen der peer-gestützten Krisenintervention und erhalten praxisnahe Hilfestellung für die Planung, Implementierung und langfristige Sicherung eines wirkungsvollen Unterstützungsangebots. Dabei werden sowohl organisatorische als auch qualitative und ethische Anforderungen berücksichtigt.
Seminarinhalte
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Grundlagen der Krisenintervention und psychologischen Erstbetreuung
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Konzepte und Prinzipien der peer-gestützten Krisenintervention
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Nutzen und Grenzen von Peer-Support-Programmen
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Auswahl, Qualifizierung und Betreuung von Peer-Unterstützern
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Aufbau organisatorischer Strukturen und Prozesse
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Entwicklung von Standards, Leitlinien und Qualitätssicherungsmaßnahmen
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Nachhaltiger Betrieb und kontinuierliche Weiterentwicklung des Programms
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Vertraulichkeit, Rollenverständnis und ethische Fragestellungen
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Vernetzung mit internen und externen Hilfesystemen
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Zusammenarbeit mit psychosozialen Diensten, Notfallseelsorge, Kriseninterventionsteams und weiteren regionalen Unterstützungsangeboten
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Praxisbeispiele und Erfahrungsaustausch
Ziel des Seminars
Die Teilnehmenden erhalten eine praxisorientierte Guideline für den Aufbau und die langfristige Etablierung eines qualitativ hochwertigen und wirksamen Kriseninterventionsprogramms. Sie lernen, wie Peer-Support-Strukturen erfolgreich implementiert, nachhaltig betrieben und sinnvoll in bestehende betriebliche sowie regionale Hilfesysteme integriert werden können. Ziel ist es, Mitarbeitenden nach kritischen Ereignissen eine professionelle, niedrigschwellige und wirksame Unterstützung anzubieten und damit die Resilienz der gesamten Organisation zu stärken.
Individual Crisis Intervention and Peer Support Course
Refresher Course
Advanced Group Crisis Intervention
Strategic Response to Crisis
Group Crisis Intervention



